Wirtschaftliche Güter

Die Grenzen zwischen wahrer Tierliebe und dem Tier als Ware verschmelzen auf verschiedenen Ebenen. Dies ist ein Appell, unsere tierischen Mitbewohner aus dem Tierheim zu adoptieren statt sie – egal wo – zu kaufen.

Ware

  • etwas, was gehandelt, verkauft oder getauscht wird; Handelsgut
  • Erzeugnis [von einer bestimmten Beschaffenheit, mit bestimmten Eigenschaften]                                                                                            www.duden.de                     

Die Wurstware Tier ist eine bestimmte Summe wert. Damit sich die für Transportunternehmen, Schlachthäuser und Metzgertheken tätigen Menschen ihre Brötchen kaufen können. Ein Mensch, der eine Tierart vermehrt, steckt neben Geld auch andere Dinge in die weiblichen Tiere, um den perfekten Nachwuchs zu generieren. Mit falscher Liebe lässt sich gutes Geld verdienen, das ist auch in anderen Branchen kein Geheimnis.

Das gewinnerzielende Vermehren von Tieren degradiert diese zur Ware. Und immer wieder finden fellige, schuppige, glatte, nackte oder borstige Wesen mit Kulleraugen über den menschlichen Geldbeutel den Weg in deren Zuhause. Als Fleischbällchen in den Mund gestopft stillen sie Hunger, als Flauschbällchen auf dem Schoß Löcher in unseren Herzen. Als Kind reichte uns noch ein Kuscheltier als Ersatz für Geborgenheit durch unsere Bezugspersonen. Schon bald wird der Wunsch nach mehr Echtheit groß. Verwechseln wir die Sehnsucht nach echten Gefühlen mit der Echtheit des Tieres, das wir lieb haben?

So wie auf Farbe, Form und Funktion gezüchtete Tiere müssen Menschen, die etwas von sich verkaufen wollen, ebenfalls gewisse Normen erfüllen. Wir polieren unser Äußeres auf Hochglanz und feilen an unserem Können um unseren Marktwert zu steigern. Unsere eigentlichen Werte verkaufen wir leider mit… Wenn ich das wortwörtlich verstehe, sind wir erst dann wertlos!

Jedoch wurden wir im Gegensatz zu den Tieren hoffentlich nicht aus finanziellen Gründen geboren und wir sind auch ohne Leistung und Perfektion wertvoll – das hören wir gerne – doch wer glaubt es wirklich von sich? Erst, wenn wir den Tieren ihren Wert zugestehen, den sie durch ihre bloße Existenz innehaben, wohl erst dann können wir aufhören, sie wie Dinge zu be-handeln.

 

 

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