Mind your words

Mit unserem gängigen Gebrauch von Sprache stehen wir uns oft selbst im Weg. Hier gebe ich dir ein paar Beispiele, welchen Worten du durch eine veränderte Satzformulierung die Wirkung entziehst. Das ermöglicht dir und deinem Gesprächspartner, deinem Herz und deinem Verstand, neue Wege einzuschlagen. Zugegeben – anfangs holpert es noch ein bisschen! Mit der Zeit verfestigt sich deine neue Art zu denken, die neue Perspektiven entstehen lässt.

Aber

Es ist der Ausdruck eines schlechten Gewissens, wenn aber durch leider ersetzt wird.

Kleine Kinderhände nähen schöne Schuhe –

meine neuen Sneakers sind leider geil

Deichkind – Leider Geil

„Die Jeans ist schön, aber sie macht dir einen platten Hintern“.

„Aber dann lass es doch einfach!“

„Ich weiß nicht, wie ich dir das sagen soll, aber …“

Unser Gesprächsteilnehmer ist gekränkt und wird ohne Lösung stehen gelassen. Im Zwiegespräch mit uns selbst wird das besonders deutlich. Ein aber macht dich kleiner, als du bist. Mit den Formulierungen und trotzdem, und gleichzeitig umschiffst du so manches aber sicher (höhö). Es lässt sich kaum eins zu eins ersetzen und du wirst ganze Sätze umstrukturieren müssen. Schenke dir Zeit zum Nachdenken und Antworten.

Die oben genannten Beispiele würde ich wie folgt ändern:

„An dieser Jeans sind die Taschen unvorteilhaft angeordnet. Ich bringe dir ein anderes Modell in die Kabine.“

„Oh, das hört sich an, als würde dir das nicht gut tun.“ 

„Das will ich dir bald sagen und bitte dich um Bedenkzeit.“

Nicht – kein – nein! Negativaussagen

Manche Worte machen dich zum machtlosen Hasenfuß

Es lohnt sich, nicht an den rosa Elefanten zu denken. Besonders im Umgang mit Kleinkindern und in Ausnahmesituationen, in der unser Körper auf die Funktion unseres Stammhirns zurückgreift, entzieht sich ein nicht unserer Wahrnehmung. Auch selbsterfüllende Prophezeiungen spielen hier eine große Rolle, die in negativer Form zerstörerisch wirken. Eine positiv formulierte Affirmationen ist die Vorstufe einer selbsterfüllenden Prophezeiung.

„Das kann ich nicht!“

„Nicht im Treppenhaus spielen!“

Menschen sagen gerne ja und sie hören gerne ein ja. Schließe die Augen und lasse einen anderen Menschen in verschiedenen Tonlagen nein zu dir sagen. Spüre in dich hinein, welche Reaktionen die neins in dir auslösen, körperlich wie emotional. Nun gönne dir abschließend noch einige wohlklingende jas. Das tut gut, oder?

Hier nun meine Positivbeispiele zu den obigen Aussagen:

„Ich lerne gerade … “

„Bitte seid im Treppenhaus leise.“

„Ich kann die Welt ändern, in dem ich sie jeden Tag ein bisschen besser mache!“

Diese Sätze läuten schon die nächste Handlung ein, der erste Schritt ist schon getan. Wenn das nein verschwindet, holen wir uns gegenseitig und uns selbst aus Ablehnung, Starre und Passivität heraus. Es eröffnen sich neue Welten, wenn ich meine Aufmerksamkeit auf das richte, was plötzlich sichtbar wird. Manchmal jedoch bleibt ein nein notwendig. Zum Not abwenden.

Müssen

„Einen Scheißdreck muss ich!“ Ja, und das ist zusammen mit dem Sterben auch schon alles. Ein müssen bedingt oft die nächste Handlung und kann recht einfach umformuliert werden. Und alles andere ist immer hinterfragungswürdig, versprochen.

Gegen welche müssen, aber, keine – Wände rennst du im Alltag? Mit der Zeit werden dir immer mehr bewusst und nun bröckeln die Fassaden. Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren!

 

 

 

 

 

 

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