Politisch

 

Alles, was jemand sagt und schreibt, ist sicher einer politischen Richtung zuweisbar oder gar einer Partei. Daran dachte ich beim Schreiben meines Beitrages Clan. Wo ist die Grenze zwischen politischer Message, also Propaganda im entfernteren Sinne und dem persönlichen Weltbild?

Ein friedliches Miteinander basiert auf  unantastbarer Würde. Das Gesetz verankert immerhin die der Menschen – wie traurig, dass sie überhaupt im Gesetzbuch stehen muss! Zudem wird beim Lesen des Grundgesetzes offenbar die Seite mit dem ersten Artikel überschlagen. So wie eine langweilige Einleitung. Wie die AGB’s eines Onlineshops. Der Leser will zum Punkt kommen und verpasst genau diesen. Was haben faire Arbeitsbedingungen, Umweltschutz und das Kümmern um das Wohl der restlichen Erdenbewohner mit Würde zu tun?

Menschen, die vorsichtig aus der Anonymität emporlugen sind darauf bedacht möglichst nirgends negatives Aufstoßen zu verursachen. Aus dem Slalom um Fettnäpfchen und dem Auspolstern sämtlicher Ecken wird geschmackloser Einheitsbrei gekocht. Macht satt, aber um Nachschlag bittet niemand. Ohne Emotion weder Diskussion noch Inspiration.

Aus der Zuweisung in eine politische Gruppierung erwächst Macht oder Mitläuferschaft. Schaue ich aufs Große Ganze sehe ich keine Partei ganz oben an der Spitze und schon gar nicht einen einzelnen Machtinhaber. Es sind Eltern, die Politik machen. Eltern wie du und ich.

Eltern sind die mächtigsten Menschen überhaupt. Sie begleiten die heranwachsende nächste Generation im Hier und Jetzt. Sie handeln nach ihrer eigenen Würde und leben Leben vor. Eltern sind übermächtig. Mit jeder Entscheidung schlägt jede Familie ihren Pfad durch das Wirrwarr von Ausbeutung, Machtmissbrauch, Hass, Terror, Gleichgültigkeit und Fremdsteuerung. Bereits eingeschlagene Wege machen es leichter für ihre Kinder diese weiterzugehen. Ein paar Politiker mögen neue Gesetze erlassen, die wieder und wieder gegen Menschenwürde verstoßen und den Umweltschutz hintenanstellen. Ich bin mir aber ganz sicher, dass die Macht der eigenen gelebten Würde immer stärker ist.

Warum das so ist? Hinterfrage: Aus welcher Intention geschieht mein Handeln? Und was hat mein Tun für Auswirkungen? Bin ich bereit die Konsequenzen selbst zu tragen oder kann ich es vertreten, diese weiterzugeben? Unsere westliche Welt mit allen Vorzügen steht auf der Säule des Konsums. So liefern all die einzelnen Dinge, die täglich in realen Einkaufswägen und virtuellen Warenkörben landen die Antwort auf die Frage, in welch einer Welt wir leben wollen.

 

Zum Weiterhören: Xavier Rudd – Spirit Bird

Zum Weiterlesen: Interview mit Gerald Hüther über Würde und Konsum auf utopia.de

Meditation. Mein Raum!

Erlaube dir, gut zu dir zu sein. So wie es selbstverständlich ist andere gut zu behandeln.

Vor allem, wenn du in einer stressigen Phase steckst und dir gar nicht der Sinn nach einer Mediation steht. Jetzt darfst du es dir gemütlich machen! Diese Meditation hilft dir bei der Zentrierung, sie gibt dir Abgrenzung von allerlei äußeren Einflüssen. Danach fühlst du dich ruhig und sortiert.

Was ist dein Raum? Dein Raum kann vieles sein. Vielleicht eine Art Kokon oder Eierschale. Vielleicht gefällt dir auch eine Seifenblase. Eine Aura aus hellem Licht. Gib deinem Raum die Transparenz und Farbe, die du brauchst. Worin fühlst du dich wohl?

 

Mein Raum

Ich stehe in der Berghaltung.
Meine Füße bieten mir einen festen, aufrechten Stand.
Meine Schultern sind entspannt.
Mein Kiefer ist entspannt.
Meine Gesichtszüge sind entspannt.
Ich spüre meinen Atem.
Vielleicht spüre ich ihn im Brustkorb, im Bauch oder ich spüre ihn an meinen Nasenflügeln entlangströmen.
So beobachte ich eine Weile meinen Atem.

Ich atme tief in den Bauch hinein und mit einem lauten Seufzer aus.
Ich atme vollständig ein – mein Bauch wölbt sich nach vorne – und atme vollständig aus – mein Bauchnabel bewegt sich zur Wirbelsäule.
Ich atme vollständig ein… und aus…

Ich stelle mir vor, wie die Sonne mein Gesicht erwärmt und spüre die kühle feuchte Erde an meinen Füßen.

Ich atme ein und lasse die Energie aus dem Erdmittelpunkt meinen Körper durchströmen.
Ich atme aus – meine Energie durchflutet den Raum, der mich umgibt.

So tanke ich mit jedem Atemzug Kraft und Energie.
Mit jedem Ausatmen wird meine Energie frei an den Raum, der mich umgibt.
Mein Raum füllt sich mit meiner Energie.

Bei der nächsten Einatmung wachse ich nach oben.
Meine Schultern heben sich und rollen sich nach hinten unten.
Ich spüre den warmen Punkt zwischen Augenbrauen und Mitte der Stirn.
Ich atme aus – mein Raum füllt sich mit meiner Kraft und Wärme.
Bei jedem Atmenzug fließen Energie, Kraft und Wärme.
Sie erfüllen meinen Körper und meinen Raum.

Nun beginne ich mit der Wechselatmung.
Mit jedem Einatmen spüre ich Wärme und Licht.
Ich halte die Luft an. Die Energie des Lichtes breitet sich aus, durch meinen Körper… durch meinen Raum… Ich bin sicher und geborgen.
Ich atme aus – meine Energie breitet sich über meinen Raum hinaus aus.

Nun spüre ich noch eine Weile nach. Sowie mir danach ist, strecke und recke ich mich, finde langsam wieder ins Geschehen und bin voller Kraft und Energie für den weiteren Tag.

Meine Affirmation für heute:

In meinem Raum bin ich kraftvoll und frei

Suche dir ein ätherisches Öl aus, dessen kräftiger, anregender Duft dir viel positive Energie schenkt. Eine Affirmation, die du mit dem Duft verbindest, erinnert dich stets an deine innere Stärke!

Räucherstäbchen oder Duflampen „reinigen“ und „neutralisieren“ deinen Raum wieder und geben ihm deine Atmosphäre zurück.

Klarheit

„Sei klar in dem, was du willst.“

Die „Klarheit“ hebt bedrohlich den Zeigefinger und haut laut mit Konsequenz auf den Tisch. Kalt.

Klipp und Klar.

Klarheit ist etwas anderes.
Sie ist sanftmütig, respektvoll, leitend. Klärend.
Ich kann sie fühlen als das Sprechen von Herzen.

Wenn ich zugemüllt von tausendundeiner Möglichkeiten inne halte und mich nach mir frage.
Wenn dann der ganze Wust plötzlich zur Seite fällt und sie auf einmal deutlich erkennbar ist.

„Wenn wir unter den Schichten von Hektik und Lärm unser Leben freilegen, erwartet uns Stille.
Diese Stille sind wir. Solche Momente nenne ich Halleluja-Momente“
Oprah Winfrey

Aus der Stille heraus, aus meiner Klarheit heraus kann ich mich mitteilen. Nur wenn ich mich selbst sehe, kann ich mein Gegenüber wahrnehmen. Auf Augenhöhe. Ohne Zeigefinger. Von Herz zu Herz.

Clan

Jeder Mensch braucht andere Menschen.

Wir als aufrecht Gehende kommen als Frühgeburten zur Welt und müssen stets von unseren Bezugspersonen mitgenommen werden, damit wir überleben.

Deshalb schreien wir so laut, wenn wir links liegen gelassen werden. Und deshalb schlafen wir nicht gern alleine. Wir essen am liebsten in Gemeinschaft, weil Liebe durch den Magen geht.

Unsere Wurzeln werden spürbar wenn wir am Feuer sitzen. Das Zischen und Knacken von Flammen und Glut. Beim gemeinsamen Singen bekommen wir Gänsehaut. Wenn ein Chor uns mit Rhythmus mitreißt. Urgefühle.

Was fällt und so schwer? Draußen am Feuer zu sitzen und zu singen. Warum braucht es dazu Anlässe mit Alkohol? Um den erstarrten Geist auszuschalten. Um loszulassen.

Sind wir nicht eingefangen und gezähmt wie Zirkustiere? Für wen wurden wir dressiert? Wie viele Hiebe halten uns gefügig? Unsere Kinder werden wegorganisiert damit wir Dinge tun können, die wir nicht wollen um leben zu können, wie wer uns sagt, so soll es sein? Wenn unsere Zeit vorüber ist, dürfen wir auf der Endstation wegvegetieren.

Drei Generationen leben aneinander vorbei. Wer hat getrennt, was nur noch an Wochenenden zusammengehört?

Wir sind lebenslang auf der Suche nach Halt, Anerkennung, Fürsorge. Doch diese Werte sind nur im Miteinander erlebbar.

In der Onlinewelt packen wir uns selbst in Kategorien, um Gleichgesinnte zu finden. Und pappen noch einen Stempel namens Profilbild drauf. Wer bist du, wer wärest du gerne? Zeig es offline. Ein „Hallo“ ist ein Anfang.

einfach baby sein

Noch während der Schwangerschaft dachte ich, das Leben mit Baby wird schon irgendwie so und so ungefähr abgelaufen. Kriegen wir schon hin. Auf jeden Fall mache ich das so und nicht etwa so.

Kaum war unser Baby auf der Welt, war gar nichts mehr übrig von so.

Im eigenen Bett fühlte sich das Baby nicht sehr wohl. Und ich mich auch nicht damit, sie so von mir abgeschottet zu sehen. Ich schob das Gitterbett, sofern ich sie überhaupt dort reinlegte, so nah wie möglich an meine Schlafcouch. Sie stillte dauernuckelnd in den Schlaf. Jeden Tag und jede Nacht. Zum Beispiel.

Alles weitere fügte sich.

Ich las das Buch artgerecht und fühlte mich endlich mit meinen neuen Gefühlen an richtiger Stelle. Mittlerweile, als artgerecht-Coach, bestärke ich andere Mütter darin auf ihr oft so tief vergrabenes Bauchgefühl zu vertrauen. Das Verstehenwollen, warum Babys sich so unerhört schwierig verhalten lässt Begegnungen auf Augenhöhe zu. Gesehen werden. Bedürfnisorientierung ist die Basis. Was brauche ich und was brauchst du? Welchen Weg gehen wir? Und weil es ein Dorf braucht, um ein Kind zu erziehen, lade ich euch zu meinen offenen Treffen ein. Lernt andere Familien kennen, tauscht euch aus, vernetzt euch, seid füreinander da!

Erfahre hier mehr über meine Arbeit.

Innere Haltung

Auf den Magen schlagen. Das Herz zerreißen. An etwas zerbrechen. Die Luft abschnüren. Den Kopf zermartern. Entzündungen, Rückenschmerzen, Migräne, Verspannungen, Zähne knirschen, Ängste.

Ich finde es so spannend, wie unser Körper mit unseren Gedanken zusammenhängt. Es gibt auch viele abgedroschene Ausdrucksweisen.

Einheit.

Ganzheitlich.

im Einklang.

Der Körper ist der Spiegel der Seele.

Ich stoße immer wieder auf meine eigene Missachtung dieser – ja, schon! – Regeln. Wenn ich mir wünsche Haltung bewahren zu können, dann brauche ich Rückgrat. Dabei sind meine Schultern sind nach vorne gesackt und ich sitze gewohnheitsmäßig mit krummen Buckel. Also übe ich mich in Aufrichtung, richte den Blick auf die Welt und sage „Ha, da bin ich.“ Am nächsten Tag habe ich Muskelkater.

„Lächele, wenn es anstrengend wird.“ Sukadev Bretz

Man sagt, dass Lächeln unseren Geist formt. Man wird automatisch glücklicher. Also sollen wir lächeln, wenn es uns dreckig geht. Während einer anstrengenden Asana fällt mir das leichter. Oder wenn in einer total angespannten Situation etwas absurdes passiert und man lauthals alle negative Energie abwirft (ersteres ist sicherer herbeizuführen…). Es funktioniert und wirkt. Am besten zusammen mit anderen Menschen.

Also hinspüren. Warum geht es mir mies? Haltung ändern. Besser fühlen.

 

Zeit

Manche Dinge verlaufen im Sande, für andere halten wir die Zeit an

Meine Gedanken über das, was unsere Existenz formt. Alltäglich schreibt uns die Zeit vor, wie wir uns in ihr zu bewegen haben. Und immer stoßen wir Getriebenen gegen die Scheiben des Aquariums.

Wir können uns nicht nehmen, was schon da ist.

Wir sagen immer „ich nehme mir Zeit“. Oder etwas raubt uns wertvolle Zeit. Doch ändert sich etwas, wenn ich mich etwas oder jemandem widme!

Zeit ist Geld. Aber Geld ist niemals Zeit.
Zeit ist Freiheit. Freiheit ist Zeit!

Zeit kann uns kein Konsumtempel liefern.
Sie kommt und geht im Sekundentakt aber doch ist sie unendlich.
Das wertvollste Geschenk, dass wir uns gegenseitig machen können.